München (dpa) - Fürth marschiert - und allein St. Pauli kann folgen. Mit dem sechsten Sieg in Serie hat Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth seine Tabellenführung verteidigt. Der VfL Bochum muss das Saisonziel Bundesliga-Aufstieg bereits nach sieben Spieltagen korrigieren.

Allein Bundesliga-Absteiger St. Pauli hält derzeit mit den forschen Franken Schritt. Die Hanseaten ließen sich beim 4:2 (0:1) gegen 1860 München auch nicht von einem deutlichen Rückstand aus der Bahn werfen. Benjamin Lauth (44. Minute) brachte die Gäste per Foulelfmeter in Front, Unglücksrabe Kevin Schindler erhöhte (47.) per Eigentor. Doch Marius Ebbers (56.), Sebastian Schachten (57.) und Max Kruse (64./74.) per Doppelpack drehten die Partie.

«Wir haben die Ruhe bewahrt», freute sich Pauli-Coach André Schubert über die starke Moral seiner Profis. «Die Mannschaft hat das überragend weggesteckt.» «Löwen»-Trainer Reiner Maurer trauerte den vergebenen Chancen nach: «Hier wäre auch ein 4:4 möglich gewesen.»

Neuer Sieg, nächste Patzer der Konkurrenz - viel besser hätte der Spieltag für Fürths Coach Mike Büskens nicht laufen können. «Es gibt in jeder Saison eine Handvoll Spiele, die ganz besonders wichtig sind. Das war ein solches Spiel», sagte der Coach nach dem 2:1 am Freitag gegen den MSV Duisburg. Stefan Fürstner (58.) und Christopher Nöthe (64.) trafen für die Hausherren, Jürgen Gjasula verkürzte. «Es ist schön, dass wir unsere Serie fortführen konnten», sagte Fürths Stephan Schröck. «Jeder von uns opfert sich von der ersten bis zur letzten Minute.»

Wie 1860 sah auch Energie Cottbus lange als sicherer Sieger aus. Doch dann vergaben die Lausitzer gegen Eintracht Frankfurt eine 3:1-Führung und fühlten sich nach dem 3:3 in letzter Minute wie Verlierer. «Heute hat 'Naiv' gegen 'Einfallslos' gespielt. Und 'Einfallslos' hat drei Tore geschossen», klagte Coach Claus-Dieter Wollitz. Gäste-Trainer Armin Veh durfte sich über einen glücklichen Punkt freuen, erkannte aber auch: «Es wird ein langer Weg.»

Auch Eintracht Braunschweig konnte nicht mit dem Spitzenduo Schritt halten. Im Duell der Aufsteiger kamen die Niedersachsen bei Hansa Rostock nicht über ein 0:0 hinaus. Neben Fürth und St. Pauli freute sich auch Düsseldorf über die Ausrutscher der Konkurrenz: Mit 4:2 bezwang die Fortuna den Karlsruher SC und rückte dank des Sieges von Platz sieben auf Rang drei vor.

21 Minuten durfte Ex-Nationalspieler Odonkor beim 0:0 von Aachen beim SC Paderborn auflaufen, doch für den ersten Sieg konnte auch der Rückkehrer nicht sorgen. «Ich freue mich, dass ich eingesetzt wurde. Aber wir hätten das Spiel gewinnen müssen», sagte Odonkor.