SPD gewinnt Berlin-Wahl - Rot-Grün und Rot-Schwarz möglich

Berlin (dpa) - Die SPD schließt das Superwahljahr 2011 mit einem weiteren Triumph ab: Klaus Wowereit kann in Berlin weiterregieren. Die Sozialdemokraten haben die Abgeordnetenhauswahl trotz leichter Verluste klar gewonnen. Rot-Rot aber ist nach zwei Legislaturperioden abgewählt. Die FDP flog schon zum fünften Mal in diesem Jahr aus einem Landtag. Der Piratenpartei gelang dagegen mit dem souveränen Einzug ins Parlament ihr bislang größter Erfolg. Deutliche Zugewinne der Grünen und ein schlechtes Ergebnis der Linken ermöglichen eine rot-grüne Koalition.

Rösler lehnt persönliche Konsequenzen ab

Berlin (dpa) - FDP-Chef Philipp Rösler will trotz des Debakels bei der Wahl in Berlin keine persönlichen Konsequenzen ziehen. Für ihn war immer klar, das werde ein schwerer Weg, sagte der Bundeswirtschaftsminister in der ARD-Sendung «Günther Jauch». Auf diesem Weg befinde sich die FDP nun. Insofern heiße es jetzt, daran weiter zu arbeiten, dass die Ergebnisse besser werden, sagte Rösler. Persönliche Konsequenzen lehne er ab. Die Bundespartei stehe nicht besonders gut da, räumte der Vizekanzler ein.

Piraten: Bürgerbeteiligung ins Parlament tragen

Berlin (dpa) - Die Piratenpartei will sich nach ihrem Sensationserfolg in Berlin für mehr Mitspracherechte der Bürger einsetzen. Spitzenkandidat Andreas Baum sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Das drängendste Thema für uns ist die Beteiligung. Wie schafft man es, diesen Wunsch der Berliner, sich aktiv in die Politik einzubringen, auch stärker ins Abgeordnetenhaus mitzunehmen?» Baum räumte ein, dass die früher vor allem auf Netzthemen spezialisierte Partei inhaltlich noch einigen Nachholbedarf hat.

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