Istanbul (SID) - Frank Stäbler vom TSV Musberg hat bei den Ringer-Weltmeisterschaften in Istanbul die erste deutsche WM-Medaille seit vier Jahren verpasst, das Ticket für die Olympischen Spiele 2012 in London aber gelöst. Stäbler unterlag im Kampf um Bronze im griechisch-römischen Stil in der Klasse bis 66 kg dem Südkoreaner Hyeon-Woo Kim nach einer umstrittenen Punktewertung im Bodenkampf.

"Dass wir gleich am ersten Tag ein Olympiaticket lösen, ist einfach großartig und sollte Motivation für die weiteren Starter sein", sagte der deutsche Verbandspräsident Manfred Werner.

Stäbler verlor nach seinem Auftaktsieg gegen den Kolumbianer Ivan Duque Arango zunächst im Achtelfinale gegen Saeid Abdvali. Da der Iraner allerdings das Finale erreichte, durfte Stäbler in der Hoffnungsrunde erneut auf die Matte. Dort besiegte er den Polen Mateusz Wanke und den Kasachen Darchan Bayachmedow und zog damit in den Bronzekampf ein.

Für den Olympiazweiten Mirko Englich (Frankfurt/Oder) war in der Klasse bis 96 kg im Achtelfinale dagegen Endstation. Englich unterlag dem Europameister Tsimafei Dzeinichenka aus Weißrussland.

Dennoch war Bundestrainer Maik Bullmann mit der Leistung Englichs nicht unzufrieden: "Er hat mit dem Europameister auf Augenhöhe gekämpft, die Führung in Runde zwei darf er natürlich nicht mehr aus der Hand geben."