Köln (dpa) - Nach dem Unfall in der südfranzösischen Atomanlage Marcoule gibt es offenbar keinen Austritt von Radioaktivität. Es sei außerhalb der Anlage bisher keine Freisetzung von Radioaktivität gemessen worden.

Das sagte der Sprecher der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), Sven Dokter, am Montag der dpa unter Verweis auf Angaben der französischen Kollegen. Ein Mensch war bei dem Unfall in der Anlage nahe Avignon ums Leben gekommen.

Ein Ofen, wo schwach- und mittel radioaktives Material verbrannt wird und radioaktive Stoffe durch Filter zurückgehalten werden, war zuvor explodiert. Dokter betonte unter Verweis auf Informationen des Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire (IRSN), dass auch nicht mehr damit gerechnet werde, dass noch Radioaktivität austreten könnte. «Das Gebäude, in dem sich dieser Ofen befindet, ist intakt.»

Es gebe keine Schäden, auch Fenster seien wohl nicht zerstört worden. Zum Zeitpunkt der Explosion sei zudem nur schwach radioaktives Material verbrannt worden. Was genau das war, wisse man aber nicht. Die Anlage gehöre dem französischen Energiekonzern EDF.

Frankzösisches Atom-Kommissariat