Abensberg (dpa) - FDP-Generalsekretär Christian Lindner gibt sich nach dem Debakel seiner Partei bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kämpferisch.

«Gerade dann gilt: Steh auf, wenn Du ein Liberaler bist», sagte Lindner am Montag vor seinem Auftritt beim Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. Den Streit der Parteispitze um und mit Außenminister Guido Westerwelle erklärte Lindner für beendet. «Jetzt sind die Personaldebatten zu Ende, jetzt geht es an die Sacharbeit.»

An der FDP-Basis ist die Stimmung jedoch denkbar schlecht: «Ihr Königsmörder seid die Totengräber der FDP», protestierte ein Gemeinderat der Liberalen auf einem Plakat gegen FDP-Chef Philipp Rösler und Lindner.

Kritik an der Parteispitze kam vom stellvertretenden bayerischen FDP-Landesvorsitzenden Andreas Fischer. «In einer schwierigen Situation eine Woche vor einer Landtagswahl eine Personaldebatte zu führen, ist natürlich Gift», sagte Fischer am Rande des Volksfestes.

Der FDP-Innenexperte forderte auch ein Ende der Koalitionsspekulationen in Bayern. Die Kritik richte sich an die Adresse der FDP-Landesvorsitzenden Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ebenso wie an die von CSU-Chef Horst Seehofer. «CSU und FDP sitzen im gleichen Boot», sagte Fischer. CSU und FDP arbeiteten in Bayern erfolgreich zusammen. «Wir haben keinen Grund, etwas ändern zu wollen.»

Leutheusser-Schnarrenberger hatte am Wochenende gesagt, die FDP solle sich nicht eindeutig auf einen Koalitionspartner festlegen.