Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht nach dem Wiedereinzug der NPD in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern keine schnelle Lösungen im Kampf gegen den Rechtsextremismus.

«Das ist ein langwieriger Prozess», sagte die CDU-Vorsitzende am Montag nach Beratungen der Führungsgremien ihrer Partei in Berlin. Die Politik habe noch viel Arbeit vor sich, kraftvoll gegen den Rechtsextremismus einzutreten. Immerhin sei die NPD aber weniger stark geworden als bei der Wahl 2006. «Das ist ja ein leichter Hoffnungsschimmer.»

Die NPD war am Sonntag bei Verlusten von 1,3 Punkten auf ein Ergebnis von 6 Prozent gekommen.

Der CDU-Spitzenkandidat und Landesinnenminister Lorenz Caffier sagte, alle demokratischen Parteien, Vereinigungen und Institutionen müssten sich in der Fläche besser organisieren. In bestimmten Bereichen des Landes sei es der NPD gelungen, vor allem im Bereich der Jugend präsent zu sein.

Die Landes-CDU war am Sonntag auf 23,1 Prozent (minus 5,7 Punkte) abgerutscht. Das ist das bisher schlechteste Ergebnis der Union in dem Land seit 1990.