Salzburg (SID) - Der Biathlon-Weltverband IBU hat der ukrainischen Frauen-Staffel die WM-Silbermedaille aberkannt. Da Dopingsünderin Oxana Chwostenko keinen Einspruch gegen ihre einjährige Sperre eingelegt hatte, tritt ihre Suspendierung bis zum 12. März 2012 in Kraft. Chwostenko muss ebenso wie ihre Teamkolleginnen das Edelmetall und die erhaltenen Preisgelder zurückgeben. Vizeweltmeister ist damit Frankreich, Bronze geht nachträglich an Weißrussland.

Chwostenko war bei der WM im März im russischen Chanty Mansijsk positiv auf Ephedrin getestet worden. Die 33-Jährige hatte in einem packenden Staffelrennen auf der letzten Runde die deutsche Schlussläuferin Magdalena Neuner passieren lassen müssen.

Der ukrainische Verband hatte auf seiner Internetseite eine Erklärung veröffentlicht, wonach die inzwischen zurückgetretene Chwostenko in der Vorbereitung auf die WM wegen eines Hustens das ephedrinhaltige Mittel Broncholytin eingenommen hatte. Das ist laut IBU auch erlaubt. Chwostenko jedoch verwendete das Mittel laut Angaben des ukrainischen Verbandes auch während der Wettkämpfe und überschritt dabei den zulässigen Grenzwert.

Die Entscheidung der IBU hat Auswirkungen auf die Anzahl der Startplätze für die Ukraine. Da die Ukraine in der Nationenwertung vom vierten auf den sechsten Rang abrutscht, darf der Verband in der kommenden Saison nur fünf statt sechs Starterinnen stellen.