Zürich (SID) - Ottmar Hitzfeld wird trotz des Scheiterns in der EM-Qualifikation weiterhin Trainer der Schweizer Fußball-Nationalmannschaft bleiben. "Ich habe den Vertrag nicht unterschrieben, damit ich jetzt aufhöre", sagte der 62-Jährige im Aktuellen Sportstudio des ZDF und erstickte damit aufkommende Gerüchte über seine Ablösung im Keim. Nach der 0:2-Niederlage in Wales und zuletzt vier Teilnahmen an großen Turnieren in Serie hat die Schweiz keine Chance mehr, sich für die EM 2012 in Polen und der Ukraine zu qualifizieren.

"Ich habe den Vertrag unterschrieben, weil mir die Arbeit mit jungen Spielern sehr viel Spaß macht. Das ist für mich eine große Motivation und Herausforderung", sagte Hitzfeld, der seinen Vertrag bereits im März 2011 um zwei Jahre bis 2014 verlängert hatte. Trotz des Rückschlages der verpassten EM-Qualifikation schenke ihm der Schweizer Verband (SFV) großes Vertrauen. "Das Spiel in Wales war ein Rückschritt. Aber wir müssen Geduld haben", sagte Hitzfeld, der die Auswahl der Eidgenossen seit dem 1. Juli 2008 betreut.

Das nächste Ziel hat der frühere Meistertrainer von Borussia Dortmund und Bayern München bereits klar definiert. "Wir werden uns in den nächsten Monaten akribisch vorbereiten, um uns für Brasilien zu qualifizieren", sagte Hitzfeld.

Gegner in der Qualifikationsrunde für die WM 2014 in Brasilien sind ab Herbst nächsten Jahres Norwegen, Slowenien, Zypern und Albanien.