Hamburg (dpa) - Mit einem erneuten Besucherzuwachs ist am Samstagabend das Filmfest Hamburg zu Ende gegangen. Festivalleiter Albert Wiederspiel zeigte sich zufrieden über den Verlauf und freute sich über das weiter steigende Interesse.

Nach ersten Zählungen seien mehr Tickets verkauft worden als im vergangenen Jahr, teilte das Filmfest am Sonntag mit. 2010 waren 40 000 Karten verkauft worden, das war ein Plus von 10 Prozent.

Das Filmfest Hamburg vergibt keinen offiziellen Hauptpreis, dafür aber einen Publikums- und mehrere Jury-Preise. Der mit 5000 Euro dotierte Publikumspreis ging am Samstagabend an die norwegische Produktion «King of Devil's Island». Die Schauspielerin Cosma Shiva Hagen würdigte Regisseur Marius Holst auf der Bühne im Cinemaxx-Kino. Mit dem Art Cinema Award des Internationalen Verbandes der Filmkunsttheater wurde der kanadische Film «Monsieur Lazhar» ausgezeichnet, der dann auch als Abschlussfilm lief.

Für die Umsetzung des Romans «Simon» von Marianne Fredriksson für den gleichnamigen Kinofilm erhielt Marnie Blok den mit 10 000 Euro dotierten Montblanc Drehbuch-Preis. Der Preis der Hamburger Filmkritik - vergeben vom Magazin «Der Spiegel», der Illustrierten «Stern», dem «Hamburger Abendblatt» und dem Radiosender NDR 90,3 - ging an «Take Shelter» von Jeff Nichols, ein Drama über die aktuelle Krise in den USA.

Zum Abschluss des Kinder-Filmfestes wurde der Spanier Gustavo Ron für sein Drama «Ewiges Leben» mit dem Michel Award geehrt - in seinem Film thematisiert er das Thema Leukämie auf familientaugliche Weise.

Die wichtigste Auszeichnung des Filmfests Hamburg, der Douglas-Sirk-Preis, war schon Tage vor dem Abschluss überreicht worden. In diesem Jahr wurden damit der Regisseur Andreas Dresen («Halt auf freier Strecke») und sein langjähriger Produzent Peter Rommel gewürdigt.

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