Berlin (SID) - Die erfolgreiche Titelverteidigung von Sebastian Vettel genoss Dietrich Mateschitz stilecht, mit einem Red Bull Royale, einer Mischung seines Energydrinks mit Champagner. Und auch in den nächsten Jahren will der Selfmade-Milliardär aus Österreich mit dem alten und neuen Formel-1-Champion weitere Erfolge einfahren. "Natürlich werden wir versuchen, unseren Vorsprung auch 2012 mitzunehmen. Wir wissen aber sehr wohl, dass es fast noch anstrengender ist, ein so hohes Niveau langfristig zu halten, als es zu erreichen", sagte Mateschitz in einem Interview mit der Welt am Sonntag.

Als Hauptgrund für die Erfolgsstory seines Rennstalls, der nach Vettels Fahrertitel in diesem Jahr auch noch die Konstrukteurs-Krone erfolgreich verteidigen dürfte, sieht Mateschitz die Kontinuität im Team um Vettel, Teamchef Christian Horner und Technik-Guru Adrian Newey: "Mehr oder weniger große oder kleine Korrekturen gibt es laufend. Aber wir sind stolz darauf, dass wir in allen Schlüsselpositionen kaum Fluktuation haben - dass das nicht an mangelnder Nachfrage und Angeboten liegt, kann man sich wohl gut vorstellen", sagte Mateschitz.

Genugtuung darüber, mit seinem Team schon im zweiten Jahr etablierten Rennställen wie Ferrari oder McLaren-Mercedes die Titel wegzuschnappen, empfindet der Österreicher nicht. Perfekt findet er allerdings, dass sich beim Formel-1-Engagement Marketing-Ziele und eigene Vorlieben perfekt ergänzen.

Subjektive Vorlieben dürften bei solchen Entscheidungen wie dem kompletten Einstieg in die Formel 1 im Jahr 2005 zwar absolut keine Rolle spielen, sagte Mateschitz, sondern lediglich rationale, etwa marketingstrategische Gründe. "Das Schöne in diesem Fall war und ist es, dass eine Entscheidung - sich in der Königsdisziplin Formel 1 zu engagieren - nicht weniger richtig wird, auch wenn man eine große persönliche Passion dafür hat", meinte er: "Was an Motorsport generell und an der Formel 1 insbesondere fasziniert, ist sicherlich die Kombination von Technik auf höchstem Niveau und deren Beherrschung durch den Fahrer auf nicht minderem Niveau."