Rom (SID) - Sportlich in der Krise, finanziell am Boden: Italiens Fußball-Renommierklub Inter Mailand wird das Geschäftsjahr 2010/11 mit dem höchsten Defizit aller Klubs der Serie A in Höhe von 55 bis 65 Millionen Euro beenden. Das berichtet die Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport in seiner Sonntag-Ausgabe.

Um die Verbindlichkeiten des Champions-League-Siegers von 2010 und derzeitigen Tabellen-17. zu tilgen, muss Inters Vereinspräsident Massimo Moratti am 28. Oktober eine Kapitalaufstockung in Höhe von 40 Millionen Euro in die Wege leiten. Die Finanzspritze stammt von Morattis börsennotierter Erdölgesellschaft Saras.

Der lombardische Klub kommt Moratti teuer zu stehen. Schon in der Saison 2009/2010 hatte der Großunternehmer 70 Millionen Euro ausgeben müssen, um die Verluste seines Vereins in Grenzen zu halten. Im vergangenen Jahr waren es 40 Millionen Euro. Moratti kämpft um die Reduzierung der Ausgaben, einige Resultate sind bereits spürbar.

In der Saison 2006/2007 hatte der Klub noch Verluste in Höhe von 206,8 Millionen Euro gemeldet, inzwischen sind sie auf etwa 65 Millionen gesunken. Um Geld in die leeren Klubkassen zu spülen, hatte Moratti im August seinen Starstürmer Samuel Eto´o für eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro an den russischen Verein Anschi Machatschkala verkauft.