Dresden (dpa) - Der britische Architekt David Chipperfield hat für den Wiederaufbau des Neuen Museums Berlin am Donnerstag den Deutschen Architekturpreis erhalten.

Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) würdigte zur Verleihung der mit 30 000 Euro dotierten Auszeichnung im Dresdner Albertinum «die kritisch-kreative Auseinandersetzung mit der Denkmalpflege und die intelligente Integration energieeffizienter Gebäudetechnik» als zukunftsweisend für nachhaltige Baukultur. Chipperfield und sein Team machten aus einer Ruine ein modernes Ausstellungsgebäude. Der Staatspreis solle dieses nachhaltige Bauen in Deutschland weiter stärken und die Verbindung von Klimaschutz und Baukultur fördern.

Der 2011 wiederbelebte Deutsche Architekturpreis wird künftig alle zwei Jahre vom Bundesbauministerium und der Bundesarchitektenkammer vergeben. Neben dem Hauptpreis wurden fünf mit je 5000 Euro dotierte Auszeichnungen sowie fünf mit je 1000 Euro dotierte Anerkennungen vergeben.

Zu den Prämierten gehört auch das Berliner Architekturbüro Staab, das den Ort der Verleihung, das Albertinum, saniert und umgebaut hatte. Das über dem Innenhof des Museumsbaus aus dem 19. Jahrhundert ins Dach gehängte Depotgebäude gilt als «schwebende Arche». Ausgezeichnet wurden zudem die Architekten des Besucherzentrums der KZ-Gedenkstätte Dachau und der neuen jüdischen Synagoge in München.

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