Tokio (SID) - Die Teilnehmer an den noch bis zum Sonntag in Tokio stattfindenden Kunstturn-Weltmeisterschaften haben keine erhöhte radioaktive Strahlung zu befürchten. Wie die deutsche Botschaft in der japanischen Hauptstadt bestätigte, seien erhöhte Werte lediglich in einem sehr kleinen Areal im Stadtteil Setagaya im Westen Tokios gemessen worden. Dies berichtete Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB), am Freitag.

Die Mannschaftshotels sowie Trainings- und Wettkampfhalle liegen außerhalb der betroffen Zone. Nach Informationen des japanischen Fernsehsenders NHK wird als Ursache für die lokal erhöhte Strahlung eine mit einer uranhaltigen Substanz gefüllte Glasflasche vermutet, die derzeit untersucht werde.

Vor etwas mehr als sieben Monaten war es als Folge eines Erdbebens vor der japanischen Küste und einem daraus resultierenden Tsunami zu einem schweren Atomunfall im Kernkraftwerk Fukushima gekommen. Die für März geplanten Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften waren daraufhin aus Sicherheitsgründen von Tokio nach Moskau verlegt worden.