Berlin (dpa) - Die Personalvorstände der 30 Dax-Konzerne wollen heute bei einem Treffen mit vier Bundesministern ihre Pläne zur Förderung von Frauen in Spitzenpositionen offenlegen.

In einem gemeinsamen Zielkatalog kündigen die börsennotierten Unternehmen eine deutliche Erhöhung des Frauenanteils auf mittlerer und höherer Führungsebene an - je nach Konzern zum Teil auf bis auf 30 Prozent bis 2020. Die Worte «Vorstand» oder «Aufsichtsrat» kommen allerdings in dem vorab bekanntgewordenen Entwurf des Zielkataloges nicht vor. Unter den rund 190 Vorstandsmitgliedern der Dax-Konzerne gibt es derzeit nur sechs Frauen.

Hintergrund des Treffens ist ein Streit innerhalb der Koalition um eine gesetzliche Quotenregelung für Frauen in Führungsfunktionen. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) drohte den Konzernen am Wochenende erneut mit einer Quote. Frauenministerin Kristina Schröder (CDU) dagegen will die Konzerne per Gesetz nur zur Abgabe einer «Selbstverpflichtung» zwingen. Die FDP wehrt sich bisher gegen jede gesetzliche Regelung.

An dem Treffen mit den Dax-Personalvorständen nehmen neben Schröder und von der Leyen auch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (beide FDP) teil.