Masar-i-Scharif (dpa) - Mit dem Besuch eines Polizei-Ausbildungszentrums in Masar-i-Scharif hat Bundespräsident Christian Wulff am Montagmorgen seinen Besuch in Afghanistan fortgesetzt.

Er war am Vortag in Masar-i-Scharif eingetroffen, wo er den deutschen Soldaten für ihren Einsatz dankte und mehr gesellschaftliche Unterstützung für ihr Engagement forderte.

Deutschland ist in Afghanistan maßgeblich an der Ausbildung der afghanischen Nationalpolizei beteiligt. Wulff war bei seinem Staatsbesuch am Sonntag mit Präsident Hamid Karsai zusammengekommen. Nach Gesprächen in Kabul war Wulff nach Nordafghanistan weitergereist. Am Bundeswehrstandort Masar-i-Scharif gedachte er im Ehrenhain der in Afghanistan ums Leben gekommenen deutschen Soldaten.

Masar-i-Scharif ist das Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe Isaf im Norden des Landes. Die Bundeswehr hat das Kommando in dieser Region. Wulff wird vom Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker begleitet. In Afghanistan sind derzeit rund 5000 deutsche Soldaten stationiert.

Wulffs Reise ist der erste Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten am Hindukusch seit 44 Jahren. Zuletzt war Bundespräsident Heinrich Lübke 1967 zu einem offiziellen Besuch in Kabul. Aus Sicherheitsgründen war die Reise Wulffs vorher nicht angekündigt worden.

Es ist Wulffs erster Aufenthalt als Bundespräsident in dem instabilen Land. Bundeskanzlerin Angela Merkel war zuletzt im Dezember vorigen Jahres in Afghanistan. Mit dem Abzug der Bundeswehr soll Ende dieses Jahres begonnen werden.

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