Auckland (SID) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird keinen Protest gegen die Aufhebung der Osaka-Regel einlegen und die Entscheidung des internationalen Sportgerichtshofes CAS akzeptieren. Das teilte IOC-Präsident Jacques Rogge am Rande der Rugby-WM in Neuseeland mit. Durch das Urteil sind bislang für Olympia gesperrte Athleten wie US-Sprinter LaShawn Merritt oder Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin Claudia Pechstein für die Olympischen Spiele in London 2012 bzw. Sotschi 2014 startberechtigt.

"Wir haben den CAS gemeinsam mit anderen internationalen Verbänden ins Leben gerufen, deshalb akzeptieren wir die Entscheidung", sagte Rogge in Auckland. Glücklich ist der Belgier damit aber nicht: "Wir sind natürlich ein wenig enttäuscht, weil die Regel die sauberen Athleten geschützt hat. Genau das ist unsere Philosophie, weil wir im Anti-Doping-Kampf eine Null-Toleranz-Politik fahren."

Deshalb soll in der Angelegenheit schon bald gehandelt werden. "Wir werden versuchen, bei der nächsten Änderung des Anti-Doping-Codes der WADA (Welt-Anti-Doping-Agentur, d. Red.) neue Formulierungen zu verwenden. Die Änderung wird bis November 2013 vorgenommen", erklärte Rogge.