Nürnberg (dpa) - Dem Marktforscher GfK tut die kräftige Nachfrage aus der Telekommunikations-, Auto- und IT-Branche gut. Die Nürnberger steigerten ihren Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres, und auch beim Ergebnis legten sie kräftig zu.

«Die GfK ist weiter auf Wachstumskurs», resümierte der Anfang Dezember ausscheidende Vorstandsvorsitzende Klaus Wübbenhorst am Montag. Der Umsatz legte in allen Regionen mit Ausnahme Nordamerikas zu und stieg um 7,1 Prozent auf 998,5 Millionen Euro. Der Gewinn wuchs gar um knapp 31 Prozent auf 75,4 Millionen Euro.

Auch für das vierte Quartal zeigte sich Wübbenhorst zuversichtlich: «Unser Auftragsbuch ist gut gefüllt.» Ende Oktober seien 96,8 Prozent der für 2011 erwarteten Umsätze verbucht oder als Order registriert gewesen - deutlich mehr als ein Jahr zuvor. «Für das Gesamtjahr erwarten wir ein organisches Umsatzwachstum am oberen Ende der bisherigen Prognose von fünf bis sechs Prozent», betonte der Vorstandschef.

Die positive Entwicklung wurde im dritten Quartal von den Sektoren Marktforschung sowie Handel und Technologie getrieben. Im Medienbereich belastete eine Abschreibung auf ein Messprogramm für TV-Reichweiten das Ergebnis. Hinzu kamen weitere einmalige Sonderaufwendungen für einen vorzeitig beendeten Vorstandsvertrag und das neue Strategieprojekt.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg zwischen Januar und September dennoch um gut 23 Prozent auf rund 121 Millionen Euro. Auch das in der Branche wichtige «angepasste operative Ergebnis» legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,7 Prozent auf 131 Millionen Euro zu.

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