Rabat (dpa) - Der Siegeszug der gemäßigten Islamisten im Norden Afrikas geht weiter. Erst gewannen sie die Wahlen in Tunesien, jetzt sind sie auch im Nachbarland Marokko stärkste Partei. Die Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung habe 80 der bislang ausgezählten 288 Sitze gewonnen, teilte Innenminister Taieb Cherkaoui mit. Die im Sog des Arabischen Frühlings entstandene Protestbewegung boykottierte die Wahlen. Auch die radikalislamistische Bewegung für Gerechtigkeit und Spiritualität hatte dazu aufgerufen, den Wahlen fern zu bleiben.