Kundus (dpa) - Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag im nordafghanischen Einsatzgebiet der Bundeswehr mindestens 20 Menschen mit in den Tod gerissen.

Etwa 50 weitere seien verletzt worden, als sich der Täter bei einer Trauerfeier in der Stadt Talokan in die Luft sprengte, teilte die Polizei am Sonntag mit. Unter den Toten sei auch ein Parlamentsabgeordneter. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Talokan ist Hauptstadt der Provinz Tachar, die an die Provinz Kundus grenzt. Im Mai waren dort bei einem Anschlag auf den Gouverneurssitz auch zwei Bundeswehrsoldaten getötet worden. Der Regionalkommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf, der deutsche Generalmajor Markus Kneip, war verletzt worden.