Innsbruck (SID) - Das Olympische Feuer war kaum erloschen, da erhellte schon ein Feuerwerk den Innsbrucker Abendhimmel. Mit lautem Getöse sind am Sonntagabend um 19.55 Uhr die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele zu Ende gegangen. Zuvor war Jacques Rogge bei der Abschlusszeremonie auf der Medals Plaza über die zehntägige Veranstaltung regelrecht ins Schwärmen geraten.

"Die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele haben in jeder Hinsicht die Erwartungen übertroffen und ein starkes Fundament für künftige Jugendspiele geschaffen", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC): "Das waren zehn ruhmreiche Tage. Danke Innsbruck. Auf Wiedersehen 2016 in Lillehammer." Der Bürgermeister der norwegischen Stadt, die 1994 denkwürdige Olympische Winterspiele ausgetragen hatte und in vier Jahren die nächsten Jugend-Winterspiele beherbergt, bekam während der emotionalen Abschlussfeier aus den Händen von Rogge die Olympische Fahne überreicht.

Die deutsche Fahne auf der prallgefüllten Medals Plaza trug Franziska Preuß (Haag). Die Biathletin war mit drei Goldmedaillen und einem zweiten Platz die erfolgreichste Athletin der Spiele. Bei der Eröffnungszeremonie im Bergisel-Stadion war diese Ehre Skispringerin Katharina Althaus (Oberstdorf), der späteren Silbermedaillen-Gewinnerin im Einzel und Mixed-Team-Olympiasiegerin, zuteil geworden.

Bei den dritten Spielen in Innsbruck nach Winter-Olympia 1964 und 1976 machten über 1000 Sportler 63 Goldmedaillen unter sich aus. Der sportliche Teil der Spiele wurde wie schon bei der Premiere der Jugend-Sommerspiele 2010 in Singapur durch ein Kultur- und Bildungsprogramm ergänzt. Insgesamt 76 Prozent der Sportler besuchten die Seminare des Begleitprogramms. Inklusive der Eröffnungs- und Abschlussfeier besuchten rund 100.000 Zuschauer die Olympischen Spiele. Mit 18.914 Zuschauern in der Innsbrucker Olympia World erwies sich das Eishockey-Turnier als zugkräftigste Sportart.