Salt Lake City (SID) - Weltmeisterin Jenny Wolf hat sich am zweiten Tag beim Eisschnelllauf-Weltcup in Salt Lake City mit einem Podestplatz zurückgemeldet. Nach dem schwachen elften Platz vom Vortag schaffte es die Berlinerin auf den dritten Rang. Allerdings blieb die 32-Jährige mit 37,63 Sekunden weit von ihrem eigenen Weltrekord (37,00) entfernt und musste sich auf der Olympiabahn von 2002 ihre beiden größten Konkurrentinnen geschlagen geben.

Dagegen überraschte Monique Angermüller aus Berlin über die 1000 m mit einem dritten Platz. Die deutsche Meisterin schaffte in 1:14,83 Minuten ihre beste Weltcup-Platzierung seit ihrem Weltcup-Sieg in Erfurt im März 2010. In Abwesenheit von Seriensiegerin Christine Nesbitt (Kanada), die mit Blick auf die Sprint-WM in Calgary (28.-29. Januar) abgesagt hatte, ging der Sieg an die Niederländerin Laurine van Riessen (1:14,21) vor ihrer Teamkollegin Marrit Leenstra (1:14,41). Die Erfurterin Judith Hesse wurde in 1:16,09 Zehnte.

Auf den 500 m beeindruckte Olympiasiegerin Lee Sang Hwa aus Südkorea erneut mit 37,27 Sekunden und baute ihre Führung im Gesamt-Weltcup damit weiter aus. Zweite wurde die Chinesin Yu Jing, die mit 37,51 Sekunden persönliche Bestzeit lief und in der Weltcup-Wertung (480 Punkte) näher an die Zweitplatzierte Wolf (514) heranrückte.

Der siebte Gewinn des Gesamtweltcups in Folge rückt für Wolf bei nunmehr schon 146 Punkten Rückstand auf Lee in weite Ferne. Judith Hesse verpasste in 38,14 Sekunden ihre persönliche Bestzeit um eine Hundertstel und wurde Zwölfte.