Kairo (dpa) - Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat bei seinem Ägypten-Besuch religiöse Toleranz angemahnt.

Die staatlichen Stellen müssten die Religionsausübung der koptischen Christen schützen, sagte er am Montag bei einem Besuch der Altstadt von Kairo. «Das ist ein Kernanliegen von uns.» Übergriffe auf Kopten seien «sehr bedauerlich».

Im vergangenen Jahr hatte es mehrere massive Übergriffe gegeben. Im Mai setzten Muslime eine koptische Kirche in Brand. Bei Straßenschlachten zwischen Muslimen und Christen wurden mindestens 12 Menschen getötet. Im Oktober starben bei Kämpfen zwischen Christen, Soldaten und muslimischen Schlägertrupps mindestens 26 Menschen.

Ägypten ist nach Jordanien die zweite Station auf Westerwelles Nahost-Reise. Am Dienstag reist er nach Israel und in die palästinensischen Gebiete weiter.

Auswärtiges Amt zur Nahost-Reise