München (dpa) - Infineon droht Ärger wegen der Pleite der früheren Speicherchip-Tochter Qimonda: Der Insolvenzverwalter Michael Jaffé verlangt von dem Münchner Halbleiterhersteller mindestens 1,71 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen, wie der Konzern in einer Pflichtmitteilung erklärte.

Infineon weist die Forderung zurück. Der Insolvenzverwalter hatte bereits Ende 2010 vor dem Landgericht München I Klage gegen Infineon eingereicht und bezifferte nun erstmals die Forderung. Jaffé wirft dem Unternehmen Fehler bei der Auslagerung des Speichergeschäfts vor. Dadurch seien Qimonda finanzielle Nachteile entstanden.