Frankfurt (SID) - Trainer Armin Veh und Manager Heribert Bruchhagen vom Fußball-Zweitligisten Eintracht Frankfurt haben einen Tag nach dem Topspiel bei Fortuna Düsseldorf (1:1) schwere Vorwürfe gegen Spieler Sascha Rösler und Trainer Norbert Meier erhoben. "Ich fühle mich von Rösler betrogen", sagte Veh, der nach dem späten und umstrittenen Elfmeter zum Ausgleich wegen heftiger Diskussionen mit dem Düsseldorfer auf die Tribüne verbannt worden und anschließend nicht zur Pressekonferenz erschienen war: "Dass der mit Gelb-Rot weggekommen ist, ist lächerlich."

Jeder anständige Sportler werde "mit Füßen getreten, wenn Rösler als Leader bezeichnet wird. Er ist kein Leader, er ist ein Schauspieler. Das ist unfair ohnegleichen", schimpfte Veh weiter: "Rösler provoziert permanent, die ganze Saison über schon, und es wird nicht unterbunden. Das ist mir zu hoch." Rösler müsse sich nicht ändern, "weil es ja erfolgreich ist. Aber die, die es sanktionieren müssen, müssen was ändern", sagte Veh und nahm die Schiedsrichter in die Pflicht.

Auch Bruchhagen war einen Tag nach dem Spiel noch geladen. Er bezeichnete Rösler als "Spieler, wie wir sie nicht sehen wollen" und nahm sich ansonsten vor allem Düsseldorfs Trainer vor. "Was Meier macht, geht überhaupt nicht, das ist nicht hinnehmbar. Er hat den Linienrichter 90 Minuten lang unter Druck gesetzt", sagte Bruchhagen und geißelte das Verhalten der Düsseldorfer im Allgemeinen: "Das hat Methode. Glückwunsch an die Fortuna, denn diese Methode hat auch noch Erfolg. Sie haben jetzt elf Elfmeter in dieser Saison. Ich prophezeihe, am Ende der Saison werden es 21 sein. Das ist nicht akzeptabel."

Sportdirektor Bruno Hübner hatte sich schon direkt nach dem Spiel ausgelassen. "Das ist eine Katastrophe, so ein lächerlicher Elfmeter", schimpfte er. Das sei "die ganze Scheiße", die Veh im Vorfeld des Topspiels in Düsseldorf gemeint habe, als er Rösler "Fallsucht" vorgeworfen hatte. "Hier in Düsseldorf", empfahl der aufgebrachte Hübner, "sollen sich alle mal hinterfragen."