Lake Placid (dpa) - Sandra Kiriasis hat mit Anschieberin Petra Lammert Silber bei der Weltmeisterschaft in Lake Placid geholt. Die dreimalige Weltmeisterin hatte nach vier Läufen 33/100 Sekunden Rückstand auf die siegreichen Kanadierinnen Kaillie Humphries/Jennifer Ciochetti.

Titelverteidigerin Cathleen Martini, die nach einer Verletzung von Janine Tischer mit Franziska Bertels fuhr, landete auf Rang vier hinter Elana Meyers/Katie Eberling (USA). Das Duo Anja Schneiderheinze/Lisette Thöne kam auf Rang acht.

«Ich bin absolut happy. Wir wollten in den letzten beiden Läufen nochmal angreifen, das ist uns gelungen. Der Abstand auf Kaillie war einfach zu groß», meinte Kiriasis, die seit dem 29. Januar 2011 in St. Moritz auf einen Sieg auf internationaler Ebene wartet. Zwar hatte die erfolgreichste Pilotin der Welt noch einmal auf Angriff gesetzt, doch im dritten Lauf konnte die Winterbergerin auf Humphries nur eine 1/100 Sekunde aufholen. Im vierten Durchgang nahm sie der Kanadierin 7/100 Sekunden ab.

Die deutschen Frauen, die nach Platz eins bis drei im Gesamtweltcup als große Titelfavoritinnen ins Rennen gestartet sind, machten bereits zur Halbzeit lange Gesichter. Der Abstand auf die stark fahrende Humphries war von Beginn an zu groß. «Wir können nur noch Silber absichern», hatte BSD-Sportdirektor Thomas Schwab dann als Devise ausgegeben. Genauso kam es dann auch.

Etwas enttäuscht war Titelverteidigerin Martini. Im dritten Lauf verlor die Athletin aus Oberbärenburg weitere 23/100 Sekunden und konnte ihre Medaillenhoffnungen abschreiben. Erst im Finallauf zeigte sie ihr Können an den Lenkseilen und zauberte eine ordentliche Linie in die Eisrinne. «Ich hatte leider nur zwei gute Läufe, das reicht bei einer WM nicht. Kaillie hat absolut verdient gewonnen», meinte die Weltcup-Gesamtsiegerin.