Frankfurt/Main (dpa) - Einer leichteren Tendenz aus Asien folgend hat der deutsche Aktienmarkt die neue Woche mit Verlusten begonnen. Der Dax büßte im frühen Handel 0,66 Prozent ein auf 6876 Punkte.

In der Vorwoche hatte er um 0,83 Prozent zugelegt, war jedoch knapp unter dem jüngst markierten Halbjahreshoch geblieben. Der MDax verlor am Montagmorgen 0,67 Prozent auf 10 439 Punkte, der TecDax sank um 0,50 Prozent auf 772 Punkte.

Stratege Stan Shamu von IG Markets rechnet wie bereits in Asien mit einem ruhigen Wochenauftakt. Dabei könnten einige Anleger ihr Risiko etwas zurückschrauben und Geld aus dem Markt nehmen. Ein Argument für Gewinnmitnahmen kommt aus China: Dort stellt sich die Regierung auf eine weitere Abkühlung des Wirtschaftswachstums ein.

Zum Auftakt der diesjährigen Tagung des Volkskongresses gab Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao am Montag in Peking nur noch 7,5 Prozent Wachstum als Ziel für dieses Jahr vor. Angesichts der globalen Wirtschaftskrise ist es die niedrigste Wachstumserwartung seit acht Jahren. Einem weiteren Börsianer zufolge dürften die Unsicherheit um den Schuldentausch in Griechenland und der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag ebenfalls für Zurückhaltung sorgen.

Die auffälligste Kursbewegung zeigten Gagfah, die im MDax um 27,19 Prozent auf den höchsten Stand seit Mai vergangenen Jahres nach oben schossen. Das Immobilienunternehmen und die Stadt Dresden wollen ihren Rechtsstreit um Mieterschutz beilegen, wie Gagfah am Freitagabend mitteilte. Der Dresdner Stadtrat muss der Vergleichsvereinbarung noch zustimmen. Im Dax sanken Commerzbank-Aktien am Indexende um 2,75 Prozent, während Beiersdorf mit plus 0,48 Prozent die Spitze markierten.