Berlin (SID) - Der Berliner Eishockey-Profi Stefan Ustorf hat die Diagnose einer älteren Narbe in der linken Gehirnhälfte bestätigt, deren Auswirkungen auf das Sprachzentrum aber relativiert. "Im normalen Gespräch macht sich das nicht bemerkbar. Es kann im Alter Probleme machen. Ich weiß nicht, was passiert", sagte der Eisbären-Kapitän der Bild-Zeitung. Die Folgen seiner vor drei Monaten erlittenen Gehirnerschütterung spüre er immer noch: "Mir gehts besser als vor vier Wochen. Aber nur, wenn ich nichts tue. Steigt der Puls bei körperlicher Anstrengung, wird es schlechter."

Zuvor hatte das Nachrichten-Magazin Der Spiegel berichtet, Ustorfs behandelnder Arzt Dr. Ingo Schmehl, Klinikdirektor der Neurologie am Unfallkrankenhaus Berlin, habe bei dem Eishockeyspieler eine ältere Narbe an der linken Gehirnhälfte entdeckt. Dort befindet sich unter anderem das Sprachzentrum. Bei Ustorf wurden beim ersten Test Aufmerksamkeitsstörungen festgestellt. Das bestätigten die Presseabteilung des Krankenhauses sowie Eisbären-Manager Peter John Lee dem SID.

"Der Test hat fast zwei Stunden gedauert, an ein paar Stellen hatte Usti Schwierigkeiten. Aber die Ärzte hätten ihm gesagt, dass man das mithilfe von Therapien alles wieder in Ordnung bringen kann", sagte Lee.

Für den 14. März ist eine weitere Untersuchung im Unfallkrankenhaus geplant. Eine Rückkehr des früheren Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft aufs Eis wird aber immer unwahrscheinlicher. Der 38-jährige Ustorf hatte im Spiel gegen die Hannover Scorpions Anfang Dezember bei einem Check von Gerrit Fauser ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten.

"Was eine Rückkehr von Usti betrifft, sieht es nicht gut aus. Aber das ist jetzt auch nicht das Wichtigste, sondern seine Gesundheit", sagte Eisbären-Manager Lee. Ustorf weilt derzeit auf Rat der Ärzte in seiner Wahlheimat USA, um sich dort zu erholen.