Hamburg (dpa) - Trainer Thorsten Fink vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV hat Paolo Guerrero nach dem brutalen Foul beim 0:4 gegen den VfB Stuttgart zur Aussprache zitiert, plädiert aber für eine maßvolle Spielsperre seitens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

«Natürlich werden wir Paolo bestrafen. Wenn einer eine Rote Karte bekommt, wird er immer bestraft. Aber es war seine erste und er hat nicht nachgetreten und nicht nachgeschlagen», sagte der Coach der Nachrichtenagentur dpa.

Der Tritt des Peruaners mit Anlauf in die Kniekehle von VfB-Torhüter Sven Ulreich hatte in der Bundesliga für einen Aufschrei der Entrüstung gesorgt. Experten forderten bis zu zehn Spiele Sperre. Der DFB nahm die Ermittlungen auf.

«Wir wollen ihn nicht in Schutz nehmen, aber er ist kein Wiederholungstäter. Wir wollen nichts verharmlosen, aber wir wollen es auch nicht schlimmer machen, als es ist», führte Fink aus. Es könne nicht sein, dass der Berliner Profi Andreas Ottl bei einem ähnlichen Foul drei Spiele Sperre bekomme und für Guerrero das Strafmaß deutlich höher ausfallen solle. «Es war schlimm, aber keine Tätlichkeit», sagte Fink.