Frankfurt/Main(dpa) - Nachdem er erstmals den Golf-Thron erstürmt hatte, saß Rory McIlroy auf einer roten Couch im vornehmen Golfclub von Palm Beach und gab sein erstes Interview als Nummer 1 der Welt.

Mit seinem sechsten Turniersieg löste der 22-jährige Nordire den Engländer Luke Donald an der Spitze der Weltrangliste ab und bekannte danach: «Das war immer mein Traum. Ich bin überglücklich, es geschafft zu haben. Es war eine großartige Woche.»

Nach Tiger Woods ist der «Celtic Tiger» aus Holywood der zweitjüngste Branchenführer aller Zeiten. Und er gilt als ähnlich großes Talent wie der Amerikaner, der die Weltrangliste insgesamt 623 Wochen anführte. Bereits mit 17 Jahren landete McIlroy in Dubai im Preisgeld, das er als Amateur nicht annehmen durfte. Inzwischen hat er in viereinhalb Profijahren über acht Millionen Dollar eingespielt.

2009 feierte McIlroy in Dubai seinen ersten Turniersieg. Im vergangenen Jahr gelang ihm bei den US Open als jüngstem Europäer in der 111-jährigen Turniergeschichte der erste Major-Triumph, den er mit dem Rekordergebnis von 16 unter Par krönte. «Ein neuer Woods wie vom anderen Stern», titelten damals die Zeitungen. Abgehoben ist der Nordire deshalb nicht. «Er ist ein feiner Kerl», lobt Martin Kaymer.

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