Belgrad (SID) - Olympia-Tickets werden nicht vergeben, Medaillen sind zweitrangig: Für die deutschen Ringer geht es ab Dienstag bei der EM in Belgrad vor allem darum, sich für die Olympia-Qualifikationsturniere im April und Mai zu bewerben.

"Wir blicken natürlich schon auf die Turniere. Dennoch ist die EM vor allem für die jungen Ringer eine Standortbestimmung - und das letzte Wort über die Besetzung der Qualifikationsturniere für London ist noch nicht gesprochen", sagte Greco-Bundestrainer Jannis Zamanduridis stellvertrend für seine Kollegen Alexander Leipold (Freistil) und Jörg Helmdach (Frauen): "Die jungen Athleten haben die Chance, sich in Belgrad mit einer guten Leistung zu empfehlen."

Bisher hat sich lediglich Frank Stäbler (66 kg/Musberg) mit seinem fünften Platz im griechisch-römischen Stil bei der WM 2011 in Istanbul einen Olympia-Startplatz gesichert. Alle anderen Athleten des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) müssen in den kommenden Monaten den Weg über die Qualifikationsturniere gehen.

Stäbler führt das deutsche EM-Aufgebot gemeinsam mit Yvonne Englich (63 kg/Frankfurt/Oder) an. Englich hatte bei der Heim-EM im vergangenen Jahr in Dortmund eine von zwei Bronze-Medaillen für den Gastgeber geholt.