Frankfurt/Main (dpa) - Nach seinen beiden Vorgängern hat sich nun auch der neue italienische EZB-Präsident Mario Draghi auf den Euro-Banknoten verewigt: Ab sofort geben die Deutsche Bundesbank und die anderen Notenbanken des Eurosystems auch Euroscheine mit der Unterschrift von Mario Draghi aus.

Draghi ist seit dem 1. November 2011 Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) und damit nach dem Niederländer Willem Duisenberg (1998 - 2003) und dem Franzosen Jean-Claude Trichet (November 2003 - 2011) der dritte Mann an der Spitze der Notenbank.

Damit seien nun Euro-Banknoten mit den drei verschiedenen Unterschriften des aktuellen und der früheren EZB-Präsidenten parallel in Umlauf. Alle anderen Merkmale der Banknoten seien gleich. Die Noten seien gleichermaßen gesetzliche Zahlungsmittel, betonte die Bundesbank.

Nicht ohne Grund: Denn nachdem seinerzeit die ersten Scheine mit der Trichet-Unterschrift ausgegeben worden waren, waren die Bürger verunsichert. Viele Menschen hielten die neue Euro-Banknote mit dem Namenszug Trichets irrtümlich für Falschgeld, berichtete damals das Landeskriminalamt (LKA) Berlin und stellte zur Aufklärung eine Ansicht des Geldscheins mit der neuen Unterschrift ins Internet.