Köln (SID) - Trainer Ståle Solbakken macht sich trotz der ständigen Aufregung beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln keine Sorgen um seine Gesundheit - allenfalls um die Haltbarkeit seines Herzschrittmachers. "Meiner musste bisher nur einmal nach neun oder zehn Jahren ausgetauscht werden. In Köln könnte er aber auch nur zwei oder drei Jahre halten", sagte der Norweger im Interview mit der Bild-Zeitung. Solbakken war 2001 auf dem Platz zusammengebrochen und hatte anschließend seine Karriere als Spieler beenden müssen.

Angst mache ihm die Belastung aber nicht. "Da mache ich mir keine Sorgen. Wenn du als Trainer mit einem Herzschrittmacher neun Monate in Köln überlebst, stehst du alles durch", sagte er schmunzelnd und ergänzte ernsthaft: "Die ersten ein, zwei Jahre nach dem Zusammenbruch war es schwierig, aber ich hatte 20 Untersuchungen gemacht und nie mehr ein Problem. Man muss Vertrauen haben, sonst ist ein normales Leben nicht möglich - und ich habe ein normales Leben. Ich bin fit, gehe viermal die Woche joggen."

Erinnerungen an seinen Herzstillstand vor elf Jahren hat er nicht. "Ich lag danach 30 Stunden im Koma und das Kurzzeitgedächtnis war komplett weg", erklärte er: "Ich kann mich aber noch an Untersuchungen erinnern, als getestet wurde, bei welcher Belastung mein Herzschlag aussetzt. Da war ich noch mal für eine Minute weg. Es war wie in einem Tunnel."

Im Interview mit dem Kölner Express nahm Solbakken auch zu seinem Verhältnis zu Ex-Sportdirektor Volker Finke Stellung: "Man kann immer geteilter Meinung sein, doch am Ende ist es wichtig, gemeinsam in eine Richtung zu gehen. Aber ich schaue nicht zurück, sondern nach vorne." Er habe Respekt vor Finke, "er hat auch viel Gutes für den Verein getan".