Köln (SID) - Doppel-Olympiasieger Hinrich Romeike aus Nübbel wird bei den Sommerspielen in London mit seinem Gold-Pferd Marius definitiv nicht in den Vielseitigkeits-Wettbewerben an den Start gehen. "Ich habe intensiv mit Marius trainiert. Aber ich habe gesehen, wenn sich ein Pferd mit 18 Jahren athletisch bewegen soll, ist es nicht so, wie es früher war", sagte der gebürtige Hamburger am Freitag dem Sport-Informations-Dienst (SID), "insofern habe ich mich entschieden, ihn bei den Qualifikationsturnieren nicht an den Start zu bringen." Anschließend verkündete Romeike: "Die Karriere von Marius ist beendet."

Hinrich Romeike hatte bei den olympischen Reiter-Wettbewerben 2008 in Hongkong auf seinem Schimmelwallach Marius mit Gold im Einzel und der Mannschaft für eine Überraschung gesorgt. Anschließend war der 48 Jahre alte Zahnarzt jedoch vom Pech verfolgt. 2009 litt Marius an einer Reizung des Fesselträgers, im folgenden Jahr musste Romeike trotz eines behutsamen Aufbaus wegen Problemen am linken Vorderbein des Holsteiners auf die Weltreiterspiele in Kentucky verzichten.

Seine eigene Karriere sieht Hinrich Romeike noch nicht als beendet an. "Daran denke ich nicht. Ich habe vielversprechende Pferde, das Reiten macht mir immer noch Spaß", sagte Romeike und blickte bereits zaghaft in die Zukunft: "Olympia 2016 in Rio de Janeiro ist zwar noch weit weg, aber man soll niemals nie sagen."