München (dpa) - Nokia Siemens Networks (NSN) hat sich mit der IG Metall und dem Betriebsrat auf den Erhalt des Standorts München geeinigt. Der Vereinbarung zufolge werde der größte deutsche Standort von NSN mit künftig noch rund 2000 Mitarbeitern bestehen bleiben.

Die Standort- und Beschäftigungssicherung sei vorerst auf drei Jahre befristet, teilte die IG Metall am Freitagabend mit. Die restlichen 1600 Beschäftigten sollen in eine Transfergesellschaft oder in Altersteilzeit wechseln.

Der Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Jürgen Wechsler, sagte: «Die Beschäftigten und die Betriebsräte haben gemeinsam mit der IG Metall gezeigt, dass eine gute organisierte Belegschaft die Umsetzung von Restrukturierungsplänen mit möglicherweise dramatischen Folgen für das gesamte Unternehmen verhindern kann.»

NSN schreibt rote Zahlen, will sich künftig auf mobiles Breitband konzentrieren und weltweit 17 000 Stellen streichen. Den Standort München mit seinen 3600 Mitarbeitern wollte NSN nach den bisherigen Plänen schließen, nur ein Teil der dortigen Mitarbeiter sollte versetzt werden.