Teheran (dpa) - Die internationalen Gespräche über das umstrittene iranische Atomprogramm sollen nach offiziellen Angaben aus Teheran am 13. April wieder aufgenommen werden.

Über den Ort des Treffens der Unterhändler werde in den kommenden Tagen entschieden, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Irna am Mittwoch den iranischen Außenminister Ali Akbar Salehi. Dieser erklärte, dass sein Land für ein Treffen in Istanbul sei.

Am Mittwoch traf auch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in Teheran zu Gesprächen über das Atomprogramm und die Lage in Syrien ein. Türkische Medien berichteten, er habe mehrere Forderungen im Gepäck.

So wolle Erdogan die iranische Führung im Streit um das Atomprogramm zu mehr Transparenz und zur Einhaltung internationaler Regeln auffordern. Erdogan werde zwei Tage im Iran bleiben, wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete. Am Abend wollte er den Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad treffen.

Die letzte Runde der Gespräche des Irans mit der 5+1-Gruppe (UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland) war im Januar vergangenen Jahres ohne Durchbruch beendet worden. Der Westen verdächtigt die Islamische Republik, heimlich Atomwaffen bauen zu wollen. Teheran bestreitet dies.

Ziel der 5+1-Gruppe ist es, den Iran von einer weiteren Anreicherung von Uran abzubringen, das später auch für den Bau einer Atombombe verwendet werden könnte. Die türkische Regierung hat sich mehrfach bereiterklärt, Gastgeberin neuer Gespräche zu sein.