London (dpa) - Der britische Energie-Staatssekretär Charles Hendry hat das von der leckgeschlagenen Gasplattform in der Nordsee ausgehende Risiko relativiert. «Wir sollten in Erinnerung behalten, dass es sich hier um eine aufgelassene Gasquelle handelt, deren Gas weitgehend ausgebeutet ist».

Das Bohrloch sei in der Vergangenheit schon einmal vorsorglich verschlossen worden. Das Leck sei entstanden, während die Gasquelle auch langfristig außer Betrieb genommen werden sollte, sagte Hendry am Mittwoch in der BBC.

Nichtsdestotrotz gestalte es sich schwierig, die Quelle nun endgültig wieder zu schließen und den Gasfluss zu unterbinden. Hendry wies daraufhin, dass Großbritannien über die strengsten Sicherheitsregeln bei der Gasgewinnung verfüge. Sie hätten den Amerikanern als Vorbild gedient, nachdem dort im April 2010 die Ölplattform «Deepwater Horizon» explodiert war.

Der schottische Umweltminister Richard Lochhead forderte das französische Unternehmen Total unterdessen zu mehr Transparenz auf. «Wir können nicht raus und selbst nachsehen, deshalb muss das Unternehmen alle relevanten Informationen auf den Tisch legen», sagte Lochhead. «Wir brauchen absolute Transparenz.»