Bonn (dpa) - Bis zu einem Drittel der Honigbienen in Deutschland haben nach Expertenschätzung diesen Winter nicht überlebt. Das wären rund 300 000 der etwa eine Million Bienenvölker im Land.

Einer der Hauptgründe für das Bienensterben ist die in den 60er Jahren aus Asien eingeschleppte Varroa-Milbe. In Bonn befassen sich zur Zeit Wissenschaftler mit der Zukunft von Wild- und Honigbienen. Der Ausbreitung der Milbe könne nur durch eine konsequente Anwendung der bestehenden Bekämpfungsmethoden Einhalt geboten werden, sagte Werner von der Ohe vom Institut für Bienenkunde in Celle, am Mittwoch in Bonn.

Das aber würde eine flächendeckende Unterrichtung und Unterweisung der schätzungsweise etwa 90 000 Imker im Lande voraussetzen. Hier gibt es nach Meinung der Experten ein Kommunikationsproblem. Zwar können die Bieneninstitute über die Imkervereine die Informationen weitergeben, aber kein Imker muss an den Fortbildungsseminaren teilnehmen. Die von Imkern stammende Forderung nach einem «Bienenführerschein» entzweit die Fachwelt. Die meisten Forscher setzen auf Aufklärung und Information statt Zwang.

Informationen zur Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung