Frankfurt/Main (dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die Märkte nach einhelliger Ansicht von Experten bei ihrer Sitzung heute nicht mit geldpolitischen Schritten überraschen. Der Leitzins dürfte nach Einschätzung von Volkswirten auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent verharren.

Auch neue Sondermaßnahmen zur Stützung von Banken und Konjunktur sind nach der Geldflut der Zentralbank und der jüngsten Entspannung an den Märkten zunächst nicht zu erwarten. Der EZB-Rat kommt wegen der anstehenden Osterfeiertage ausnahmsweise am Mittwoch statt am Donnerstag zusammen.

Die EZB hatte Europas Geschäftsbanken im Dezember und Februar extrem billiges Geld mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren angeboten. Abgerufen wurde insgesamt gut eine Billion Euro. Danach hatte Notenbank-Präsident Mario Draghi erklärt: «Das Schlimmste ist vorüber, aber es gibt auch noch Risiken. Die Lage stabilisiert sich.»

Eingangsstatement Draghi EZB-Pk 08.03.2012

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