Chicago (USA/Illinois) (SID) - Chicago gilt als "windy City", in der es gerne mal so richtig heftig bläst. Was der frühere Fußball-Nationalspieler Arne Friedrich bei seinem Debüt für den nordamerikanischen Profiklub Chicago Fire in der Nacht auf Montag erlebte, ist allerdings selbst für die sturmumtoste Stadt im Bundesstaat Illinois nicht alltäglich: Eine 70-minütige Spielunterbrechung wegen sintflutartiger Regenfälle, Blitz und Donner - und schließlich, nach 66 Minuten, Spielabbruch wegen Blitzeinschlags. Ergebnis: 1:1 gegen Houston.

"Es war ein verrücktes Spiel", sagte Friedrich nach seiner ersten Begegnung in der MLS. "Sowas habe ich noch nie erlebt, das war das erste Mal - und sehr ungewöhnlich", sagte der 82-malige Nationalspieler. Vertreter der Liga, beide Mannschaften und der Schiedsrichter beschlossen jedoch gemeinsam, das Spiel trotz verkürzter Spielzeit zu werten - nicht nur zur Freude Friedrichs, der der überlegenen Heimmannschaft einen Sieg zugetraut hätte. "Es ist schade, aber wir können ja nichts tun. Ein Punkt, das ist nicht gut, wir sind nicht glücklich."

Friedrich spielte bei seiner Premiere als Innenverteidiger und sah beim 0:1 nicht gut aus, als er den Pass auf Torschütze Will Bruin (24.) nicht verhindern konnte. Der 32-Jährige kam aber mit einem einzigen Foul aus. Fire gelang vor 10.489 Fans durch Logan Pause (27.) der Ausgleich.

Die Begegnung war zunächst in der 13. Spielminute für über eine Stunde unterbrochen worden. Nach der Fortsetzung im Dauerregen schlug jedoch nahe des Toyota Parks erneut ein Blitz ein, weshalb das Spiel abgebrochen werden musste. Chicago, wo Friedrich einen Einjahresvertrag unterschrieben hat, ist nach fünf Punkten aus vier Begegnungen Siebter der Eastern Conference, Houston mit sieben Zählern Vierter.