Wiesbaden (dpa) - Die deutsche Industrie schafft weiterhin Tausende neue Jobs. Ungeachtet der ungelösten Staatsschuldenkrise und der zuletzt lahmenden Konjunktur stieg die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe im Februar auf den höchsten Stand seit Dezember 2008.

Dies berichtete das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden. Insgesamt waren in den Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten Ende Februar 2012 knapp 5,2 Millionen Menschen tätig. Das waren rund 168 300 oder 3,4 Prozent mehr als im Februar 2011. Gegenüber dem Vormonat Januar brachte die deutsche Industrie zusätzlich 17 500 Menschen in Lohn und Brot.

Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm im Februar auf Jahressicht um 5,4 Prozent zu und erreichte 694 Millionen Stunden - allerdings gab es auch einen Arbeitstag mehr als im Februar 2011. Die Entgelte stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,2 Prozent auf rund 17,9 Milliarden Euro.

Besonders deutlich erhöhten sich die Beschäftigtenzahlen im Jahresvergleich in der Herstellung von Metallerzeugnissen (+ 5,3 Prozent) sowie im Maschinenbau und in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (jeweils + 5,0 Prozent). Schlusslichter im Jobaufbau waren die Bereiche Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie Herstellung von chemischen Erzeugnissen mit jeweils plus 1,8 Prozent.

Größter Industriearbeitgeber in Deutschland bleibt nach den Angaben der Statistiker der Maschinenbau mit 897 000 Beschäftigten vor der Automobilindustrie mit 735 000 Jobs (plus 4,0 Prozent).

Meldung Bundesamt