Damaskus/Istanbul (dpa) - Die Ankunft der ersten UN-Militärbeobachter hat bisher keinerlei Auswirkungen auf die Lage in Syrien. Regimegegner und syrische Menschenrechtler berichteten am Montag von neuem Granatbeschuss auf zwei Viertel der Stadt Homs.

In der Stadt Hama sollen in der Nacht zwei Zivilisten in ihrem Auto erschossen worden sein. Aus Idlib wurden Gefechte zwischen Deserteuren und Truppen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad gemeldet.

Am späten Sonntagabend war ein sechsköpfiges Vorauskommando der UN-Beobachtermission in Damaskus eingetroffen. Etwa 25 weitere Beobachter sollen demnächst folgen. Später soll ihre Zahl auf etwa 250 Mann anwachsen. Die Aufgabe der Blauhelme ist es, den Truppenabzug aus den Städten und die Waffenruhe zu überwachen. Beides ist Teil des Sechs-Punkte-Plans des Sondergesandten Kofi Annan, den sowohl die Regierung als auch die Opposition akzeptiert hatte.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana schrieb am Montag, die Regierung habe nichts gegen die Präsenz der Beobachter, solange die Souveränität des Landes nicht verletzt werde. Vielmehr hoffe sie, dass die Beobachter die Machenschaften der «bewaffneten terroristischen Banden» bezeugen.

Sana-Meldung in arabischer Sprache