Bonn/Berlin (dpa) - Im Vorfeld der vierten Verhandlungsrunde im Tarifpoker bei der Deutschen Telekom haben sich am Montag mehrere tausend Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt.

Bundesweit seien 6000 Mitarbeiter dem Aufruf zur zeitweisen Arbeitsniederlegung gefolgt, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Die Warnstreiks hätten nur wenig Auswirkungen auf die Leistungen der Telekom, sagte ein Konzernsprecher. Die Lage sei stabil.

Die vierte Verhandlungsrunde beginnt am Mittwoch in Düsseldorf. Für die rund 85 000 Beschäftigten fordert Verdi 6,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Auszubildende sollen 70 Euro monatlich mehr erhalten, zudem sollen schlechter bezahlte Ausbildungsberufe auf ein höheres Bezahlungsniveau angehoben werden.

Darüber hinaus soll der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bei den T-Systems-Gesellschaften verlängert werden. Ein Angebot der Arbeitgeber gab es bisher nicht.