Genua (Italien) (SID) - Nach den schweren Ausschreitungen von Fußball-Hooligans am Sonntag im Spiel zwischen dem FC Genua und dem AC Siena haben die Staatsanwälte Ermittlungen gegen zwölf genuesische Rowdys aufgenommen. Bei den Angeklagten soll es sich um Hooligan-Führer handeln, die den Protest organisiert hätten, teilten die Justizbehörden am Freitag mit. Ihnen wird vorgeworfen, in der Partie gegen Siena am Sonntag beim Zwischenstand von 0:4 durch das Zünden von Rauchbomben eine 50-minütige Spielunterbrechung erzwungen zu haben. Die Randalierer wurden mit Hilfe von Videoanlagen im Stadion identifiziert.

Nach den schweren Krawallen muss der italienische Serie-A-Club FC Genua die nächsten zwei Meisterschaftsspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Elf Genua-Rowdys waren bereits zu einer fünfjährigen Stadionsperre verurteilt worden.