München (SID) - Trainer Jupp Heynckes vom FC Bayern München hat noch einmal sein Unverständis über die Sperren gegen Spieler seiner Mannschaft und des FC Chelsea im Finale der Champions League zum Ausdruck gebracht. "Auch dem Publikum ist es nicht zumutbar, dass die besten oder wichtigsten Spieler nicht dabei sind", erklärte er am Freitagnachmittag und ergänzte, er würde es begrüßen, sollte die Europäische Fußball-Union (UEFA) Änderungen am Reglement vornehmen.

Positiv steht Heynckes daher einem Vorstoß der Spielergewerkschaft Fifpro gegenüber, die angeblich bei der UEFA vorsprechen will, um die derzeit geltende Regelung kurzfristig zu ändern. Es sei "im Sinne der Profis", das Reglement zu ändern, "auch kurzfristig", sagte Heynckes. Die UEFA hat dies aber am Donnerstag bereits ausgeschlossen. Im Gegensatz zur Champions League werden etwa bei der Europameisterschaft, die ebenfalls eine Veranstaltung der UEFA ist, einzelne Gelbe Karten nach dem Viertelfinale gestrichen.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister muss im Endspiel am 19. Mai in München auf Holger Badstuber, David Alaba und Luiz Gustavo verzichten. Alle drei fehlen wegen Gelb-Sperren. Gleiches gilt bei Endspielgegner FC Chelsea für die Spieler Ramires, Branislav Ivanovic und Raul Meireles. Zudem wird Kapitän John Terry nicht zur Verfügung stehen, weil er im Halbfinal-Rückspiel beim FC Barcelona (2:2) nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah.