Leipzig (SID) - Trainer Peter Pacult hat den Aufstieg mit dem ambitionierten Viertligisten RB Leipzig in die 3. Fußball-Liga noch nicht abgehakt. "Man sollte die Felle noch nicht verteilen, bevor der Bär erlegt ist. Es sind noch zwölf Punkte zu vergeben", sagte Pacult. Mit RasenBallsport hat der Österreicher in der Regionalliga vier Spieltage vor Saisonende allerdings schon sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Hallescher FC. Deswegen wisse er, dass es "schwer wird für uns, zumal in den letzten Partien keine einfachen Gegner auf uns warten". Am Sonntag (13.30 Uhr) muss RB zu Hause gegen den Berliner AK ran.

Die von einem österreichischen Brausegiganten finanzierten Sachsen werden wohl trotz eines Etats von geschätzten knapp sechs Millionen Euro und einiger früherer Bundesligaprofis im Kader zum zweiten Mal in Folge den Sprung in den Profifußball verpassen. Pacult, der zu Saisonbeginn verpflichtet worden war, verfällt deswegen nicht in Panik. "Es wird viel geschrieben und geredet über unsere Möglichkeiten und den angeblichen Etat. Fakt ist aber, dass Kontinuität eine entscheidende Rolle für den Erfolg spielt", sagte der frühere Trainer von 1860 München und Dynamo Dresden.

Es habe vor der Saison einen großen personellen Umbruch gegeben, betonte der 52-Jährige. "Kontinuität bedeutet, dass gewisse Entwicklungen Zeit brauchen und nicht von einen Tag auf den anderen funktionieren, sondern über Monate und Jahre wachsen müssen - das bestätigt sich zum Beispiel in Halle", sagte Pacult. Man solle jetzt nicht versuchen, "immer das Schlechte herauszugraben. Wir werden das nicht tun, sondern mit Kontinuität weiter unsere Ziele verfolgen und erreichen."

Im Jahr 2009 hatten die Leipziger angekündigt, innerhalb von acht Jahren in die Bundesliga aufzusteigen. Dieses Unterfangen ist nun erneut gehörig ins Stocken geraten. Der größte sportliche Erfolg bisher war der Gewinn des sächsischen Landespokals und der damit verbundene Einzug in den DFB-Pokal. Dort feierte RB im Vorjahr immerhin einen Sieg gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg (3:2), schied in der zweiten Runde aber gegen den FC Augsburg aus.