Damaskus/Istanbul (dpa) - Bei einem Sprengstoffanschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind neun Menschen ums Leben gekommen.

Das meldeten die staatlichen Medien, die von einem Selbstmordattentat sprachen. Ärzte in einem nahe gelegenen Krankenhaus sprachen von fünf Toten und etwa 30 Verletzten. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Den Staatsmedien zufolge sprengte sich ein Mann um die Mittagszeit neben einer Moschee im Viertel Al-Midan in die Luft. In dem vorwiegend von sunnitischen Muslimen bewohnten Viertel hatte es seit Beginn des Aufstandes gegen Präsident Baschar al-Assad nach dem Freitagsgebet mehrfach Anti-Regime-Demonstrationen gegeben.

Auch im Viertel Al-Sinaa detonierte am Freitag ein Sprengsatz, der ein Auto stark beschädigte. Ein weiterer Sprengsatz explodierte nach Angaben der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter in der Stadt Banias. Dort sollen drei Angehörige der Sicherheitskräfte verletzt worden sein.