FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Donnerstag nach deutlichen Verlusten zur Wochenmitte stabilisiert. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,3140 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Ein Dollar war zuletzt 0,7610 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,3131 (Montag: 1,3214) Dollar festgesetzt. Zur Wochenmitte war der Euro wegen ungünstiger Konjunkturdaten aus dem Währungsraum spürbar unter Druck geraten.

Der Donnerstag steht ganz im Zeichen der EZB und ihrer Ratssitzung in Barcelona. Die auswärtige Sitzung wird begleitet von massiven Sicherheitsvorkehrungen. Es werden starke Proteste gegen den Spar- und Reformkurs in Europa befürchtet. Wesentliche Entscheidungen werden von der Notenbank allerdings nicht erwartet, obgleich sich der Konjunkturausblick für den Süden Europas weiter eingetrübt hat. Dass die EZB aber ihre bereits sehr expansive Geldpolitik weiter lockert, gilt unter Experten zurzeit als eher unwahrscheinlich.