Berlin (dpa) - Beim ersten Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Frankreichs neuem Präsidenten François Hollande an diesem Dienstag in Berlin soll es noch keine konkreten Beschlüsse geben.

Die Bundesregierung war am Montag bemüht, die Erwartungen zu dämpfen. Regierungssprecher Steffen Seibert sprach von einer «ersten ausführlichen Gelegenheit, einander kennenzulernen». Dies sei kein «Gipfel der Entscheidungen, sondern ein erstes Kennenlern-Treffen».

Der Sozialist Hollande hatte sich am 6. Mai in der Stichwahl gegen den bisherigen konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy durchgesetzt. Am Dienstag übernimmt Hollande das Amt offiziell. Die erste Dienstreise führt ihn dann noch am Abend nach Berlin ins Kanzleramt. Nach der Begrüßung mit militärischen Ehren steht eine erste Gesprächsrunde mit anschließendem Abendessen auf dem Programm. Im Wahlkampf hatte es die CDU-Vorsitzende Merkel abgelehnt, Hollande zu empfangen.

Wichtigstes Thema dürfte die Suche nach einem Ausweg aus der Euro-Krise sein. Merkel lehnt jede Änderung am ausgehandelten europäischen Fiskalpakt ab, ist aber zu Ergänzungen bereit, um das Wachstum anzukurbeln. Regierungssprecher Seibert nannte als Beispiel die «zielgerichtete Verwendung von europäischen Fonds, die noch nicht ausgegeben sind».