FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist zu Wochenbeginn abermals von der Schuldenkrise belastet worden. Im Tief kostete die Gemeinschaftswährung am Montag 1,2859 US-Dollar. Das ist der tiefste Stand seit dem 19. Januar. Vor allem die politisch verfahrene Lage in Griechenland und Sorgen um Spanien sorgten für Belastung. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,2944 (Donnerstag: 1,2961) Dollar festgesetzt.

Im Mittelpunkt des Marktgeschehens steht nach wie vor Griechenland. Dort scheint die politische Lage hoffnungslos: Nach den jüngsten Parlamentswahlen von vor einer Woche ist es immer noch nicht gelungen, eine Regierung zu bilden, die zu den vereinbarten Spar- und Reformmaßnahmen steht. Angesichts der Blockadehaltung vieler Parteien stehen die Chancen für einen Kompromiss schlecht. Damit steuert das Land auf eine Staatspleite oder gar einen Austritt aus dem Währungsraum zu. Dies sorgt für große Unsicherheit, da die Folgen für Athen und den Währungsraum nicht abzusehen sind.

Sorge bereitet auch das angeschlagene Spanien. Selbst der Versuch vom Freitag, den Auswirkungen der geplatzten Immobilienblase durch eine Bankenreform zu begegnen, hat nicht für Beruhigung sorgen können. An den Finanzmärkten Spaniens spitzte sich die Situation zu Wochenbeginn weiter zu.