Camp David (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat beim G8-Gipfel in Camp David dazu aufgerufen, den Druck auf den Iran aufrecht zu erhalten. Zugleich sagte er am Samstag, die G8-Führer sähen den bevorstehenden Atomgesprächen mit dem Iran in Bagdad hoffnungsvoll entgegen.

Es herrsche Einigkeit unter den G8-Staaten, mit der «Doppelstrategie» gegenüber dem Iran fortzufahren, die aus einer Kombination aus Sanktionen und Gesprächen bestehe. Allerdings räumte Obama auch ein, es habe eine offene außenpolitische Diskussion gegeben.

In der Vergangenheit hatte sich vor allem Russland, gemeinsam mit China, einer härteren Gangart gegenüber Iran widersetzt. In Washington gibt es Befürchtungen, dass Israel einen Militärschlag gegen die iranischen Atomanlagen starten könnte. Dann wären die USA in der Gefahr, in den Konflikt hineingezogen zu werden. Israel betrachtet iranische Atomwaffen als Bedrohung seiner Existenz.

Zur Syrienkrise meinte Obama, alle G8-Staaten wollten einen politischen Wandel in dem arabischen Land. Der Friedensplan des UN-Sondergesandten Kofi Annan, der im wesentlich die Stationierung von Beobachtern vorsieht, müsse umgesetzt werden.

Zur Gruppe der G8 gehören die USA, Kanada, Japan, Russland, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. Auch die Spitze der Europäischen Union sitzt traditionell am Verhandlungstisch.

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